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Wasserkefir zweitfermentieren: Das brauchst du dafür

Glas mit Wasserkefir, hellen Kristallen und einer Dattel als Ansatz für die Fermentation.

Zum Zweitfermentieren brauchst du fertigen, abgeseihten Wasserkefir, eine saubere Flasche oder ein Glas, eine kleine Zuckerquelle wie Fruchtsaft oder Obst und etwas Zeit. Die Wasserkefir-Kristalle bleiben draußen: Sie werden nach der ersten Fermentation direkt für den nächsten Ansatz verwendet. Die zweite Fermentation ist der Schritt, in dem Wasserkefir mehr Aroma, mehr Rundung und auf Wunsch deutlich mehr Kohlensäure entwickelt.

Was passiert bei der zweiten Fermentation von Wasserkefir?

Bei der zweiten Fermentation wird fertiger Wasserkefir ohne Kristalle weitervergoren. Im Getränk vorhandene Mikroorganismen arbeiten weiter, sobald noch etwas Nahrung vorhanden ist, etwa aus Fruchtsaft, Beeren, Ingwer, Zitrone oder einer kleinen Menge Zucker. Dadurch entstehen zusätzliche Säure, Aroma und Kohlensäure.

Der wichtigste Unterschied zur ersten Fermentation: Die Kultur selbst wird nicht mehr mitfermentiert. Deshalb kannst du in dieser Phase freier aromatisieren, ohne die Wasserkefir-Kristalle mit Fruchtsäure, Pflanzenfasern, Gewürzen oder stark färbenden Zutaten zu belasten.

Die Literatur beschreibt Wasserkefir allgemein als komplexes Fermentationsökosystem aus Bakterien, Hefen und deren Stoffwechselprodukten. Genau deshalb reagieren Geschmack und Kohlensäure so deutlich auf Zuckerquelle, Temperatur und Zeit.

Praktisch heißt das: Die erste Fermentation baut die Basis auf, die zweite Fermentation verfeinert sie.

Was brauchst du zum Zweitfermentieren?

Du brauchst nur wenige Dinge: fertigen Wasserkefir, ein sauberes Gefäß, eine Aromazutat und bei spritzigen Varianten eine druckgeeignete Flasche. Für mehr Kohlensäure ist die Flasche entscheidend, weil das entstehende Gas sonst entweicht.

Du brauchst Wofür? Worauf achten?
Fertigen Wasserkefir Grundlage der zweiten Fermentation Vorher die Kristalle vollständig abseihen
Nichtmetallisches Sieb Zum Trennen von Kristallen und Fruchtstücken Metallische Utensilien möglichst vermeiden
Trichter Sauberes Abfüllen in Flaschen Besonders praktisch bei engem Flaschenhals
Druckgeeignete Flasche Für natürliche Kohlensäure Nicht bis zum Rand füllen und vorsichtig öffnen
Glas mit Deckel Für sanftere Aromatisierung Gut geeignet für Fruchtstücke, die später abgesiebt werden
Fruchtsaft, Obst oder kleine Zuckerquelle Nahrung für die Nachgärung Je mehr Zucker, desto mehr Druck und Säure können entstehen
Kühlschrank oder kühler Bereich Zum Verlangsamen der Fermentation Kälte stoppt die Fermentation nicht vollständig

Wenn du zum ersten Mal Wasserkefir zweitfermentierst, beginne mit einer kleinen Menge. So lernst du, wie aktiv dein Ansatz ist, wie schnell er Kohlensäure bildet und welche Aromen dir gefallen.

Welche Basis eignet sich für die Wasserkefir-Zweitfermentation?

Am besten eignet sich frisch abgeseihter Wasserkefir aus einer gelungenen ersten Fermentation. Er sollte leicht säuerlich, frisch und nicht mehr stark süß schmecken. Sichtbare Bläschen sind ein gutes Zeichen, aber nicht zwingend: Bei Wasserkefir ist der Geschmack oft zuverlässiger als die Optik.

Für einen neutralen Ansatz verwendest du in der ersten Fermentation Wasser, Zucker, eine Mineralquelle wie Dattel und optional Zitrone oder Ingwer. Wichtig ist chlorarmes Wasser; stark gechlortes Wasser kann die Kultur belasten. Wenn dein Leitungswasser deutlich nach Chlor riecht, lasse es offen stehen oder verwende geeignetes mineralhaltiges Wasser.

Zu stark überfermentierter Wasserkefir ist für die zweite Fermentation weniger ideal. Er kann sehr sauer werden, weniger harmonisch schmecken und in der Flasche schneller Druck aufbauen. Wenn die Basis schon vor der Zweitfermentation stechend, faulig oder unangenehm riecht, setze lieber neu an.

Wie fermentierst du Wasserkefir ein zweites Mal?

Die zweite Fermentation läuft in einfachen Schritten ab: abseihen, aromatisieren, abfüllen, verschließen, fermentieren und kühlen. Für eine spritzige Variante nimmst du eine gut schließende, druckgeeignete Flasche; für eine mildere Aromatisierung genügt ein Glas mit kontrolliertem Druckaufbau.

  1. Wasserkefir abseihen. Entferne die Kristalle und die Zutaten der ersten Fermentation. Die Kristalle kommen direkt in frisches Zuckerwasser.
  2. Aroma hinzufügen. Gib Fruchtsaft, Beeren, Zitronensaft, Ingwer, Kräuter oder eine kleine Zuckerquelle in ein sauberes Gefäß.
  3. Mit Wasserkefir auffüllen. Lasse oben etwas Platz, damit sich Gas sammeln kann.
  4. Verschließen. Für Kohlensäure dicht verschließen; bei Unsicherheit lieber mit weniger Zucker starten und den Druck kontrollieren.
  5. Fermentieren lassen. Bei Raumtemperatur entsteht mehr Kohlensäure; in einem kühleren Bereich verläuft alles langsamer.
  6. Abseihen und kühlen. Entferne Fruchtstücke oder Pflanzenfasern vor der Lagerung. Danach kommt der Wasserkefir in den Kühlschrank.
Ziel Vorgehen Ergebnis
Mehr Kohlensäure Dicht verschließen, etwas Saft oder Zuckerquelle zugeben, bei Raumtemperatur stehen lassen Spritziger, lebendiger, mehr Druck
Milder Geschmack Kühler führen und weniger Zuckerquelle verwenden Weniger Säure, sanftere Aromatik
Intensives Fruchtaroma Mit Saft oder pürierten Früchten arbeiten und danach abseihen Kräftige Farbe und deutlicher Fruchtgeschmack
Neutraler Testansatz Nur eine kleine Zuckerquelle zugeben Du erkennst die Aktivität deines Kefirs besser

Nach der zweiten Fermentation solltest du die Flasche vor dem Öffnen gut kühlen. Kalte Flüssigkeit schäumt weniger stark und lässt sich kontrollierter einschenken.

Welche Zutaten passen in die zweite Fermentation?

Geeignet sind Zutaten, die Aroma geben und zugleich etwas Nahrung für die Nachgärung liefern. Fruchtsäfte sind besonders einfach, weil sie sich gleichmäßig verteilen. Ganze Früchte geben oft mehr Farbe und Tiefe, müssen aber später meist abgesiebt werden.

Zutat Wirkung im Wasserkefir Hinweis
Fruchtsaft Gibt Süße, Aroma und fördert Kohlensäure Eine Mischung aus etwa vier Teilen Wasserkefir und einem Teil Saft ist ein guter Startpunkt
Beeren Fruchtig, farbintensiv, frisch-säuerlich Danach abseihen, damit keine Fruchtreste weitergären
Zitrone oder Limette Frisch, säuerlich, klar Sparsam verwenden, wenn der Wasserkefir schon sauer ist
Ingwer Würzig, lebendig, leicht scharf Dünne Scheiben reichen für deutliches Aroma
Kräuter Frisch und aromatisch Kurz ziehen lassen, sonst können sie bitter werden
Kleine Menge Zucker Mehr Kohlensäure ohne starkes Fruchtaroma Nur in druckgeeigneten Flaschen und mit Kontrolle verwenden
Ungeschwefelte Trockenfrüchte Süße und rundes Aroma Geschwefelte oder stark konservierte Früchte vermeiden

Sehr faserige, ölige oder stark gewürzte Zutaten solltest du vorsichtig einsetzen. Die zweite Fermentation soll den Wasserkefir verfeinern, nicht überdecken. Wenn du ein neues Aroma ausprobierst, teile deinen Ansatz lieber auf mehrere kleine Flaschen auf.

Wie bekommst du mehr Kohlensäure in Wasserkefir?

Mehr Kohlensäure entsteht durch drei Faktoren: eine aktive Basis, eine kleine Zuckerquelle und einen dichten Verschluss. Ohne Zuckerquelle entsteht wenig Gas; ohne passende Flasche entweicht es; bei niedriger Temperatur dauert der Prozess deutlich länger.

  • Eine aktive Basis sorgt dafür, dass die Nachgärung überhaupt zuverlässig startet.
  • Eine kleine Zuckerquelle liefert Nahrung für die weitere Gasbildung.
  • Ein dichter Verschluss hält die entstehende Kohlensäure im Getränk.

Für eine zuverlässige Variante mischst du bereits fermentierten Wasserkefir mit etwas Fruchtsaft und füllst ihn in eine druckgeeignete Flasche. Eine Mischung aus überwiegend Wasserkefir und einem kleineren Anteil Saft ist praktisch, weil der Saft gleichzeitig Aroma und Nahrung liefert.

Wenn du keinen Fruchtgeschmack möchtest, kannst du beim Abfüllen eine kleine Menge Zucker verwenden. Das erhöht die Gasbildung, verändert aber weniger stark das Aroma.

Lasse die Flasche bei Raumtemperatur stehen, wenn du deutlich mehr Sprudel möchtest. Kontrolliere den Druck vorsichtig, vor allem bei warmem Wetter oder sehr süßen Zutaten. Danach stellst du die Flasche kalt. Öffne sie gut gekühlt, langsam und am besten über dem Spülbecken, bis du einschätzen kannst, wie stark dein Ansatz arbeitet.

Wenn dein Wasserkefir kaum prickelt, liegt es meist an einer zu kalten Zweitfermentation, einem undichten Verschluss, zu wenig Restzucker oder einer Basis, die noch nicht aktiv genug war.

Wie lange dauert die zweite Fermentation?

Holzlöffel mit durchscheinenden Wasserkefir-Kristallen über einer weißen Schale in Nahaufnahme.

Die zweite Fermentation dauert meist ein bis zwei Tage. Der genaue Zeitpunkt hängt von Temperatur, Zuckerquelle, Füllmenge, Flasche und Aktivität des Wasserkefirs ab. Je wärmer und süßer der Ansatz, desto schneller entstehen Säure und Druck.

Umgebung Typische Führung Charakter des Ergebnisses
Raumtemperatur Kurze bis mittlere Nachgärung Mehr Kohlensäure, stärkere Nachgärung, intensiveres Aroma
Kühler Bereich Langsamer und kontrollierter Runder im Geschmack, weniger sprunghafter Druckaufbau
Kühlschrank Eher Lagerung als aktive Zweitfermentation Fermentation läuft sehr langsam weiter, Säure nimmt mit der Zeit zu
Warmes Sommerzimmer Früher kontrollieren Schneller Druckaufbau, höhere Gefahr von Überschäumen

Wenn du mehr Aroma, aber weniger Druck möchtest, ist ein kühler Bereich sinnvoll. Wenn du mehr Sprudel möchtest, ist Raumtemperatur wirksamer. Sobald der Geschmack passt, stellst du die Flasche kalt.

Ein guter Rhythmus für den Anfang: erst kurz fermentieren, probieren, bei Bedarf weiterführen und danach kühlen. So vermeidest du extrem saure oder zu stark schäumende Ergebnisse.

Welche Fehler solltest du beim Zweitfermentieren vermeiden?

Der häufigste Fehler ist, die Wasserkefir-Kristalle in der zweiten Fermentation zu lassen. Das ist nicht nötig und kann die Kultur belasten. Die Kristalle gehören nach dem Abseihen direkt in neues Zuckerwasser, damit sie weiter gepflegt werden.

Ein weiterer Fehler ist zu viel Zucker oder zu viel süßer Saft in einer komplett vollen Flasche. Das kann schnell Druck erzeugen. Fülle Flaschen nie bis zum Rand, verwende nur stabile Gefäße und öffne sie vorsichtig. Wenn du noch keine Erfahrung mit deinem Wasserkefir hast, nimm weniger Saft und kürzere Zeiten.

Woran erkennst du, dass dein Wasserkefir fertig ist?

Fertiger zweitfermentierter Wasserkefir riecht frisch, leicht säuerlich und passend zur verwendeten Zutat. Der Geschmack sollte nicht mehr flach süß sein, sondern runder, fruchtiger und lebendiger wirken. Je nach Flasche und Zutaten hörst du beim Öffnen ein deutliches Zischen.

Bläschen im Glas sind ein gutes Zeichen, aber nicht bei jedem Ansatz gleich stark sichtbar. Manche Flaschen halten Kohlensäure besser, manche Zutaten bilden mehr Schaum, und kühle Temperaturen verlangsamen die Gasbildung. Verlasse dich deshalb nicht nur auf die Optik.

Wie bewahrst du zweitfermentierten Wasserkefir auf?

Nach der zweiten Fermentation gehört Wasserkefir in den Kühlschrank. Dort bleibt er in der Regel mehrere Tage gut verwendbar, aber der Geschmack verändert sich weiter. Die Säure nimmt langsam zu, die Süße nimmt ab und in geschlossenen Flaschen kann sich weiterhin Druck bilden.

Wenn du mit Fruchtstücken, Beeren oder Kräutern gearbeitet hast, siebe sie vor der Lagerung ab. Das verbessert den Geschmack und verhindert, dass einzelne Stücke in der Flasche weitergären. Saftbasierte Varianten lassen sich meist besonders unkompliziert lagern.

  • Lagere die Flaschen aufrecht und öffne sie vorsichtig.
  • Bei sehr spritzigen Ansätzen kann es helfen, die Flasche vor dem Öffnen ruhig stehen zu lassen und den Deckel langsam zu lösen.
  • Wenn du mehrere Flaschen herstellst, beschrifte sie mit Aroma und Ansatzdatum.
  • So erkennst du schnell, welche Kombinationen dir gelingen und welche zu sauer oder zu süß werden.

Was ist der Unterschied zwischen erster und zweiter Fermentation?

Die erste Fermentation stellt den Wasserkefir her und ernährt die Kristalle. Die zweite Fermentation verfeinert das fertige Getränk. Diese Trennung ist wichtig, weil du Aromen, Früchte und Gewürze ausprobieren kannst, ohne die Mutterkultur unnötig zu belasten.

Merkmal Erste Fermentation Zweite Fermentation
Mit Kristallen? Ja Nein
Hauptziel Wasserkefir herstellen und Kultur ernähren Aroma, Kohlensäure und Rundung entwickeln
Gefäß Offen abgedeckt, damit der Ansatz atmen kann Für Kohlensäure geschlossen, aber druckgeeignet
Zutaten Wasser, Zucker, Mineralquelle, optional Zitrone oder Ingwer Saft, Obst, Gewürze, Kräuter oder kleine Zuckerquelle
Dauer Je nach Temperatur und Aktivität Je nach Aroma, Druck und gewünschtem Geschmack
Risiko bei Experimenten Kann die Kultur belasten Betrifft nur das fertige Getränk

Diese Trennung macht Wasserkefir flexibel. Du kannst die Mutterkultur schlicht und stabil pflegen und trotzdem jede Flasche anders aromatisieren: Himbeere, Zitrone-Ingwer, Apfel, Holunder, Orange, Granatapfel oder ganz neutral mit extra Sprudel.

Welche einfachen Rezeptideen funktionieren besonders gut?

Für den Anfang funktionieren saftbasierte Varianten am zuverlässigsten. Saft lässt sich leicht dosieren, verteilt sich gleichmäßig und liefert eine planbare Zuckerquelle für die Nachgärung. Ganze Früchte geben oft ein intensiveres Aroma, erzeugen aber mehr Schaum und Bodensatz.

Idee Zutaten Charakter
Himbeer-Wasserkefir Fertiger Wasserkefir, Himbeeren oder Himbeersaft Fruchtig, farbintensiv, frisch-säuerlich
Zitrone-Ingwer Fertiger Wasserkefir, Zitronenscheibe, Ingwer Würzig, frisch, weniger süß
Apfel Fertiger Wasserkefir, Apfelsaft Mild, rund, einfach zu dosieren
Granatapfel Fertiger Wasserkefir, Granatapfelsaft Kräftige Farbe, fruchtig-herb
Holunder Fertiger Wasserkefir, etwas Holunderblütensirup oder Holunderaroma Blumig, weich, sommerlich
Neutral spritzig Fertiger Wasserkefir, kleine Zuckerquelle Wenig Aromaänderung, mehr Kohlensäure

Eine einfache Himbeer-Variante gelingt mit fertigem Wasserkefir und etwas Himbeersaft oder wenigen Beeren. Fülle die Mischung in eine druckgeeignete Flasche, lasse oben Platz und führe die Nachgärung kontrolliert. Danach kalt stellen und vorsichtig öffnen.

Für Zitrone-Ingwer gibst du dünne Ingwerscheiben und wenig Zitrone in den abgeseihten Wasserkefir. Ingwer bringt Würze, Zitrone hebt die Säure. Diese Kombination ist gut, wenn du keinen sehr süßen Kefir möchtest.

Für eine milde Sommerflasche passen Beeren und ein kleiner Anteil Saft. Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren färben den Kefir stark und geben viel Aroma. Nach der Fermentation solltest du die Früchte abseihen und die Flasche kühlen.

Wann lohnt sich eine frische Wasserkefir-Kultur von Kefiralia?

Eine frische Wasserkefir-Kultur lohnt sich, wenn du regelmäßig fermentieren und die zweite Fermentation zuverlässig steuern möchtest. Je stabiler die erste Fermentation läuft, desto besser kannst du später mit Saft, Früchten, Ingwer oder Kräutern arbeiten.

Zur Kultur gehören eine Anleitung und praktische Hinweise zur Pflege. Das ist gerade beim Zweitfermentieren hilfreich, weil kleine Details viel verändern: Temperatur, Flaschentyp, Restzucker, Fruchtanteil und Fermentationsdauer entscheiden darüber, ob dein Wasserkefir mild, sehr spritzig oder deutlich sauer wird.

Mit einer gut gepflegten Kultur bekommst du nicht nur einzelne Flaschen Wasserkefir, sondern eine wiederholbare Routine: erst eine stabile Basis, dann die zweite Fermentation nach deinem Geschmack.

Häufige Fragen

Muss ich für die zweite Fermentation immer Zucker hinzufügen?

Nein, nicht immer. Wenn dein Wasserkefir noch etwas Restsüße hat oder du Fruchtsaft verwendest, ist meist genug Nahrung für eine Nachgärung vorhanden. Für mehr Kohlensäure kann eine kleine zusätzliche Zuckerquelle helfen.

Der fertige Wasserkefir ist dadurch aber nicht automatisch zuckerfrei, weil immer ein Rest im Getränk bleiben kann. Je länger und wärmer die Fermentation läuft, desto stärker verändern sich Süße, Säure und Druck.

Kann ich Wasserkefir im Kühlschrank zweitfermentieren?

Ja, aber deutlich langsamer. Ein kühler Bereich eignet sich gut für eine kontrollierte, sanfte Zweitfermentation. Im normalen Kühlschrank läuft die Fermentation sehr langsam weiter und dient eher der Lagerung.

Wenn du viel Kohlensäure möchtest, funktioniert Raumtemperatur meist besser. Danach stellst du die Flasche kalt, damit sich der Geschmack stabilisiert und das Öffnen kontrollierter bleibt.

Dürfen die Wasserkefir-Kristalle mit in die zweite Fermentation?

Nein, die Kristalle sollten vorher abgeseiht werden. Die zweite Fermentation ist für das fertige Getränk gedacht, nicht für die Mutterkultur.

Fruchtsäuren, Gewürze, Pflanzenfasern oder starke Druckbildung können die Kristalle unnötig belasten. Setze sie nach dem Abseihen direkt wieder mit frischem Zuckerwasser an, damit die Kultur weiter aktiv bleibt.

Wie vermeide ich zu viel Druck in der Flasche?

Verwende nur druckgeeignete Flaschen, lasse oben Platz und nimm am Anfang wenig Saft oder Zucker. Fermentiere nicht zu lange bei Wärme und kühle die Flasche vor dem Öffnen.

Wenn du sehr süße Zutaten verwendest oder die Flasche schon stark unter Spannung steht, öffne sie langsam über dem Spülbecken. Bei neuen Rezepten sind kleine Testflaschen sicherer als große Mengen.

Warum hat mein zweitfermentierter Wasserkefir keinen Sprudel?

Meist liegt es an einer undichten Flasche, zu niedriger Temperatur, zu wenig Zuckerquelle oder einer zu schwachen ersten Fermentation. Auch sehr kalte Lagerung direkt nach dem Abfüllen bremst die Gasbildung.

Prüfe zuerst den Verschluss und fermentiere beim nächsten Versuch mit etwas Saft bei Raumtemperatur. Wenn die erste Fermentation kaum Geschmack entwickelt, braucht die Kultur möglicherweise eine bessere Pflege oder eine passendere Umgebung.

Enthält zweitfermentierter Wasserkefir Alkohol?

Ja, Wasserkefir kann geringe Mengen Alkohol enthalten, weil Hefen an der Fermentation beteiligt sind. Mehr Zucker, längere Fermentationszeiten und warme Temperaturen können den Alkoholgehalt erhöhen.

Wenn du eine medizinische Erkrankung hast, bestimmte Ernährungsregeln einhalten musst, schwanger bist oder stillst, kläre den regelmäßigen Konsum von Wasserkefir mit medizinischem Fachpersonal ab.

Kann ich Wasserkefir mit Milch oder Pflanzendrink zweitfermentieren?

Für Wasserkefir ist das nicht die übliche Vorgehensweise. Wasserkefir-Kristalle werden in Zuckerwasser gepflegt; Milchkefir ist eine andere Kultur mit anderer Grundlage.

Für die zweite Fermentation von Wasserkefir eignen sich Wasserbasis, Fruchtsaft, Obst, Kräuter oder Gewürze deutlich besser als Milch oder Pflanzendrinks. Wenn du milchbasiert fermentieren möchtest, brauchst du eine passende Milchkefir-Kultur.

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