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Kombucha selber machen: Anleitung mit SCOBY und Ansatzflüssigkeit

Gedeckter Tisch mit Glaskaraffe, Kombucha-Glas und SCOBY im Ansatzglas neben heller Keramik.

Kombucha selber machen heißt: gezuckerten Tee mit einem lebenden SCOBY und ausreichend saurer Ansatzflüssigkeit fermentieren. Entscheidend sind ein sauberes Glasgefäß, Sauerstoff während der ersten Fermentation, die richtige Menge Zucker und Geduld. Nach dem Kefiralia-Verfahren reift der erste Ansatz langsam, warm und ohne direkte Sonne; für jede weitere Runde bleiben 20 % fertiger Kombucha als Starter zurück.

Was ist Kombucha eigentlich?

Kombucha ist ein fermentiertes Teegetränk aus Tee, Zucker, Wasser, Ansatzflüssigkeit und einer lebenden Kultur aus Bakterien und Hefen. Der sogenannte Teepilz ist kein Pilz im botanischen Sinn, sondern ein SCOBY: eine symbiotische Gemeinschaft, die gezuckerten Tee Schritt für Schritt in ein säuerliches, aromatisches Getränk verwandelt.

Während der Fermentation entstehen organische Säuren, leichte Kohlensäure, Aromen und Stoffwechselprodukte der Kultur. Die Zusammensetzung ist nicht immer identisch: Tee, Temperatur, Fermentationsdauer, Sauerstoffkontakt und Ausgangskultur verändern das Ergebnis. Die Fachliteratur beschreibt Kombucha deshalb als dynamisches Fermentationssystem und nicht als standardisiertes Getränk.

Gerade das macht die Herstellung zu Hause interessant: Sie bestimmen, wie sauer, mild, prickelnd oder fruchtig Ihr Kombucha werden soll. Im Unterschied zu fertig abgefüllten Getränken können Sie den Reifegrad selbst steuern und die Kultur immer wieder für neue Ansätze verwenden.

Welche Zutaten brauchen Sie für Kombucha?

Für die Grundfermentation brauchen Sie Tee, Zucker, Wasser, einen lebenden SCOBY und Ansatzflüssigkeit. Die Mengen sollten nicht frei geschätzt werden, weil Zucker, Säure und Starter zusammen dafür sorgen, dass der Ansatz stabil beginnt und sich die gewünschte Fermentation durchsetzt.

Bestandteil Menge für 2 Liter Funktion im Ansatz Wichtiger Hinweis
Wasser 2 Liter Basis für den Tee Tee nach dem Aufbrühen vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen
Schwarzer oder grüner Tee 4 Teebeutel oder 4 Teelöffel loser Tee Liefert Nährstoffe und Geschmack Kräutertees nicht als alleinige Basis verwenden
Zucker 80 g Nahrung für Hefen und Bakterien Kefiralia empfiehlt 40 g pro Liter
SCOBY ein frischer, einsatzbereiter Kombucha-SCOBY lebende Kultur für die Fermentation Nie in heißen Tee geben
Ansatzflüssigkeit mitgelieferter Startertee; später 20 % fertiger Kombucha senkt den pH-Wert zu Beginn Für Folgeansätze immer 20 % zurückbehalten
Abdeckung Papier oder dichtes Tuch mit Gummi schützt vor Staub und Insekten Erste Fermentation niemals luftdicht verschließen

Zucker ist kein optionales Süßungsmittel, sondern die wichtigste Energiequelle für die Kultur. Je länger der Kombucha fermentiert, desto weniger süß schmeckt er. Vollständig zuckerfrei wird er durch normale Fermentation aber nicht.

Welche Ausrüstung ist sinnvoll?

Sie brauchen ein großes Glasgefäß, eine atmungsaktive Abdeckung, eine Gummibefestigung, saubere Flaschen für den fertigen Kombucha und möglichst nichtmetallische Hilfsmittel. Ein Set zum Kombucha-Selbermachen ist besonders praktisch, wenn es neben dem SCOBY auch Ansatztee und eine klare Anleitung enthält.

Das Gärgefäß sollte aus Glas bestehen und genug Platz für Tee, Kultur und etwas Luft an der Oberfläche lassen. Metall ist für Kombucha ungünstig, besonders reaktive Metalle. Falls ein Hilfsmittel unvermeidbar ist, sollte es höchstens kurz und aus rostfreiem Edelstahl verwendet werden.

Für den Alltag reichen Kunststoff- oder Holzlöffel, ein nichtmetallisches Sieb und Glasflaschen. Reinigen Sie Gefäße gründlich und entfernen Sie Spülmittelreste. Wenn Sie parallel Kefir, Joghurt, Sauerteig oder andere Fermente herstellen, trennen Sie die Utensilien oder desinfizieren Sie sie sorgfältig, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Wie machen Sie Kombucha Schritt für Schritt selber?

Bereiten Sie zuerst süßen Tee zu, lassen Sie ihn vollständig abkühlen, geben Sie dann SCOBY und Ansatzflüssigkeit dazu und lassen Sie den Ansatz offen abgedeckt fermentieren. Die erste Fermentation dauert nach dem Kefiralia-Verfahren etwa zwei Wochen; kühle Räume verlängern den Prozess.

  1. Bringen Sie 2 Liter Wasser zum Kochen und bereiten Sie damit schwarzen oder grünen Tee zu.
  2. Lassen Sie den Tee 5–10 Minuten ziehen und entfernen Sie Teebeutel oder Teeblätter.
  3. Rühren Sie 80 g weißen Zucker ein, bis er vollständig gelöst ist.
  4. Lassen Sie den Tee auf Raumtemperatur abkühlen. Heißer Tee kann die lebende Kultur schädigen.
  5. Füllen Sie den abgekühlten Tee in ein sauberes Glasgefäß.
  6. Geben Sie den SCOBY zusammen mit der mitgelieferten Ansatzflüssigkeit in den Tee. Ob die Scheibe schwimmt, sinkt oder schräg im Glas liegt, ist kein Problem.
  7. Decken Sie das Glas mit gefaltetem Küchenpapier oder einem dicht gewebten Tuch ab und befestigen Sie es mit einem Gummi.
  8. Stellen Sie das Gefäß warm, ruhig und ohne direkte Sonneneinstrahlung auf. Ideal sind etwa 28 °C; darunter arbeitet die Kultur langsamer.
  9. Lassen Sie den Kombucha etwa zwei Wochen fermentieren und probieren Sie ab diesem Zeitpunkt regelmäßig mit einem sauberen Hilfsmittel.
  10. Wenn der Tee nicht mehr deutlich süß ist und eine angenehme Säure entwickelt hat, entnehmen Sie den SCOBY, füllen Sie den Kombucha ab und behalten Sie 20 % als Ansatzflüssigkeit für die nächste Runde zurück.

Woran erkennen Sie, dass der Kombucha fertig ist?

Fertiger Kombucha schmeckt nicht mehr wie süßer Tee, sondern angenehm säuerlich, frisch und je nach Fermentation leicht herb. Wenn Sie den pH-Wert messen, liegt der in der Kefiralia-Anleitung genannte Orientierungsbereich für verzehrfertigen Kombucha ungefähr zwischen pH 2,8 und pH 4,0.

Der Geschmack bleibt die wichtigste praktische Orientierung. Nach etwa zwei Wochen können Sie täglich probieren: Ist der Kombucha noch sehr süß, braucht er mehr Zeit oder Wärme. Wird er sehr sauer, war die Fermentation lang oder die Umgebung sehr warm.

Wenn sich der Geschmack kaum verändert, prüfen Sie vor allem Temperatur und Abdeckung: Ein luftdicht verschlossener Ansatz bekommt zu wenig Sauerstoff, ein zu kalter Standort verlangsamt die Fermentation stark.

Kombucha ansetzen: Welcher Tee ist geeignet?

Am zuverlässigsten funktionieren schwarzer Tee und grüner Tee, weil sie der Kultur passende Nährstoffe liefern. Oolong ist ebenfalls gut geeignet. Weißer Tee oder roter Tee können verwendet werden, sollten am Anfang aber mit schwarzem oder grünem Tee kombiniert werden.

Für die erste Fermentation sollten Sie keine reinen Kräuter- oder Früchtetees verwenden. Viele enthalten ätherische Öle, Gewürze oder Aromastoffe, die den SCOBY belasten oder den Fermentationsverlauf unberechenbar machen können. Auch stark aromatisierte Tees sind für den Mutteransatz weniger geeignet.

Wenn Sie Abwechslung möchten, verändern Sie zuerst das Verhältnis von schwarzem und grünem Tee oder testen Sie Oolong. Früchte, Gewürze, Kräuter und Säfte gehören besser in die Zweitfermentation, also in die Flasche, nachdem der SCOBY bereits entnommen wurde. So bleibt die Mutterkultur sauber und stabil.

Wie funktioniert Kombucha-Ansatzflüssigkeit?

Nahaufnahme von feinen Bläschen auf bernsteinfarbenem Kombucha in einem angeschnittenen Glas.

Ansatzflüssigkeit ist bereits fermentierter, saurer Kombucha. Sie schützt den neuen Zuckertee von Beginn an und lenkt die Fermentation in die richtige Richtung. Deshalb sollten Sie bei jeder neuen Runde 20 % fertigen Kombucha zurückbehalten.

Wenn Sie Kombucha-Ansatzflüssigkeit herstellen möchten, ist die einfachste Methode: Lassen Sie einen Teil eines gelungenen Ansatzes etwas länger fermentieren, bis er deutlich saurer ist, und verwenden Sie ihn als Starter für die nächste Charge. Dieser saure Starter hilft, den pH-Wert früh abzusenken und unerwünschtes Wachstum zu erschweren.

Verwenden Sie nicht nur den SCOBY ohne Flüssigkeit. Die Scheibe allein reicht oft nicht aus, um einen neuen Ansatz stabil zu starten. Bewahren Sie den SCOBY immer mit genügend fermentiertem Tee auf, sodass er feucht bleibt und nicht austrocknet. Wird die Flüssigkeit sehr sauer, kann sie später eher wie Kombucha-Essig verwendet werden.

Wie gelingt Kombucha mit Früchten in der Zweitfermentation?

Früchte, Säfte, Kräuter und Gewürze kommen erst nach der ersten Fermentation in den bereits abgeseihten Kombucha. So aromatisieren Sie das Getränk, ohne die Mutterkultur mit Fruchtstücken, ätherischen Ölen oder Fremdkeimen zu belasten.

Für eine kontrollierte Zweitfermentation empfiehlt Kefiralia eine einfache Mischung: 80 % fertiger Kombucha und 20 % Fruchtsaft in eine saubere, dicht schließende Flasche geben. Anschließend bleibt die Flasche 3–4 Tage bei Raumtemperatur stehen.

In dieser Phase entsteht mehr Kohlensäure, weil Hefen weiterarbeiten und Restzucker aus Kombucha und Saft verarbeiten. Geeignet sind zum Beispiel Apfel, Ingwer-Zitrone, Beeren, Holunder, Orange oder Granatapfel. Öffnen Sie Flaschen vorsichtig, denn Druck kann sich schnell aufbauen. Danach gehört der aromatisierte Kombucha in den Kühlschrank; dort läuft die Fermentation langsamer weiter.

Kann man Kombucha selber machen ohne Pilz?

Kombucha selber machen ohne Pilz ist grundsätzlich möglich, wenn eine aktive, ausreichend saure und nicht erhitzte Kombucha-Flüssigkeit vorhanden ist. Für Einsteiger ist ein lebender SCOBY mit Ansatzflüssigkeit aber deutlich zuverlässiger.

Wer einen SCOBY selber machen möchte, braucht Geduld: Aus einem geeigneten rohen Kombucha kann sich an der Oberfläche mit der Zeit eine neue Kultur bilden. Das dauert länger, ist weniger planbar und hängt stark davon ab, ob die Ausgangsflüssigkeit wirklich lebende Mikroorganismen enthält.

Fertige Getränke aus Supermarkt oder Drogerie sind nicht automatisch geeignet. Auch ein Kombucha aus dm oder einem anderen Markt kann je nach Produkt gefiltert, stabilisiert, aromatisiert oder nicht mehr aktiv genug sein. Wenn Sie einen Kombucha-Pilz kaufen, achten Sie deshalb nicht auf Größe oder spektakuläres Aussehen, sondern auf eine frische Kultur mit saurer Ansatzflüssigkeit und klarer Pflegeanleitung.

Kann man Kombucha ohne Zucker herstellen?

Kombucha ohne Zucker anzusetzen ist nicht sinnvoll, weil die Kultur Zucker als Nahrung braucht. Ohne Zucker läuft die Fermentation nicht stabil. Kefiralia empfiehlt 40 g Zucker pro Liter Tee; während der Fermentation nimmt die Süße ab, verschwindet aber nicht vollständig.

Wer weniger süßen Kombucha möchte, sollte nicht einfach den Zucker weglassen. Besser ist es, die Fermentation länger laufen zu lassen und den Geschmack regelmäßig zu prüfen. Auch die Zweitfermentation kann zurückhaltend gestaltet werden, zum Beispiel mit weniger süßem Saft oder nur einer kleinen Menge aromatisierender Zutaten.

Was kann beim Kombucha schiefgehen?

Die meisten ungewöhnlichen Erscheinungen sind normal: braune Fäden, dunkle Schlieren, ein neuer dünner Film an der Oberfläche oder ein SCOBY, der sinkt. Kritisch wird es bei echtem Schimmel, unangenehmem Geruch, Schädlingen oder einem Ansatz, der trotz Zeit und Wärme geschmacklich unverändert bleibt.

Beobachtung Meistens normal? Bedeutung Was tun?
SCOBY sinkt auf den Boden Ja Dichte der Kultur und des Tees variiert Einfach weiter fermentieren lassen
Braune Fäden oder Schlieren Ja Hefebestandteile während der Fermentation Beim Abfüllen aussieben, falls sie stören
Dünne neue Schicht oben Ja Neuer SCOBY bildet sich Nicht umrühren; wachsen lassen
Dunkle Flecken unter der Oberfläche Häufig ja normale Veränderungen der Kultur Weiter beobachten, solange nichts pelzig ist
Trockene, pelzige Punkte oben Nein möglicher Schimmel Kompletten Ansatz entsorgen
Weiße, grüne, rötliche oder schwarze pelzige Stellen Nein Schimmelverdacht Nicht retten, nicht abschneiden, entsorgen
Larven oder Insekten im Glas Nein Verunreinigung durch Fruchtfliegen oder andere Schädlinge Ansatz und Kultur entsorgen
Geschmack bleibt süß und unverändert Nein zu kalt, zu wenig Sauerstoff oder schwache Kultur Standort wärmer wählen, Abdeckung prüfen, pH kontrollieren

Wie bewahren Sie den SCOBY auf, wenn Sie pausieren?

Wenn Sie eine Pause machen, sollten Sie den SCOBY nicht einfrieren und nicht zu Hause trocknen. Kombucha ist eine langsam arbeitende Fermentationskultur; Sie können den SCOBY stattdessen im eigenen fermentierten Tee weiterstehen lassen.

Kefiralia empfiehlt, den SCOBY bei längeren Pausen bis zu etwa zwei Monate im gleichen Tee zu belassen. Die Flüssigkeit wird in dieser Zeit sehr sauer und eignet sich dann nicht mehr als normales Getränk, kann aber wie ein Kombucha-Essig zum Würzen verwendet werden.

Für den nächsten Trinkansatz nehmen Sie den SCOBY und ausreichend saure Flüssigkeit, bereiten frischen gezuckerten Tee zu und setzen wieder mit der 20/80-Regel an. Achten Sie darauf, dass das Gefäß sauber bleibt und die Kultur nicht austrocknet. Wenn der Ansatz ungewöhnlich riecht, sichtbaren Schimmel zeigt oder von Insekten befallen wurde, sollte er nicht weiterverwendet werden.

Welche Wirkung hat Kombucha – und ist selbst gemachter Kombucha gesund?

Kombucha ist ein fermentiertes Lebensmittel, kein Heilmittel. Die Forschung beschreibt interessante Eigenschaften, etwa organische Säuren, Tee-Inhaltsstoffe, mikrobielle Stoffwechselprodukte und mögliche Effekte auf Marker des Darmmikrobioms. Daraus folgt aber keine pauschale medizinische Empfehlung.

Aktuelle Übersichtsarbeiten ordnen Kombucha als traditionelles fermentiertes Teegetränk mit variabler Zusammensetzung ein. Eine kontrollierte Humanstudie untersuchte, wie Kombucha-Konsum das Darmmikrobiom und einzelne Gesundheitsmarker beeinflussen kann; solche Ergebnisse sind interessant, aber keine Therapieaussage für bestimmte Beschwerden.

Auch Pilotdaten zu Stoffwechselparametern wurden veröffentlicht, müssen aber vorsichtig interpretiert werden. Sinnvoll ist deshalb eine nüchterne Einordnung: Selbst gemachter Kombucha kann eine aromatische Alternative zu Softdrinks sein, enthält lebende Fermentationsbestandteile und lässt sich im Geschmack steuern. Er ersetzt aber keine Behandlung und sollte bei Erkrankungen, Spezialdiäten, Schwangerschaft oder Stillzeit ärztlich abgeklärt werden.

Warum mit einem Kefiralia-SCOBY starten?

Mit einem frischen, einsatzbereiten Kefiralia-SCOBY starten Sie nicht bei null, sondern mit einer lebenden Kultur und der passenden Ansatzflüssigkeit. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie nicht erst über Wochen einen eigenen SCOBY züchten möchten.

Die Kultur ist wiederverwendbar und kann bei richtiger Pflege immer neue Chargen fermentieren. Damit ist selbst gemachter Kombucha mittel- bis langfristig flexibler als der regelmäßige Kauf fertiger Flaschen: Sie bestimmen Tee, Süße, Säure, Reifegrad, Kohlensäure und Fruchtaromen selbst. Außerdem bleibt die Mutterkultur frei von Zusätzen, weil Früchte und Gewürze erst in die Zweitfermentation kommen.

Häufige Fragen

Wie mache ich selber Kombucha?

Sie bereiten schwarzen oder grünen Tee zu, lösen 40 g Zucker pro Liter darin auf und lassen ihn vollständig abkühlen. Danach geben Sie SCOBY und Ansatzflüssigkeit dazu, decken das Glas nur atmungsaktiv ab und lassen es warm ohne direkte Sonne etwa zwei Wochen fermentieren. Für die nächste Runde behalten Sie 20 % fertigen Kombucha als Starter zurück und ergänzen 80 % neuen, abgekühlten Zuckertee.

Wie gesund ist Kombucha wirklich?

Kombucha ist ein fermentiertes Teegetränk mit organischen Säuren, Teebestandteilen und einer lebenden Kultur; die Forschung untersucht mögliche Effekte auf Darmmikrobiom und Stoffwechselmarker. Trotzdem ist Kombucha kein medizinisches Produkt. Aussagen wie entgiften, heilen oder Beschwerden behandeln sind nicht angemessen. Am sinnvollsten ist die Einordnung als säuerliches Fermentationsgetränk, das Teil einer normalen Ernährung sein kann.

Kann Kombucha bei Gastritis helfen?

Bei Gastritis sollte Kombucha nicht als Hausmittel oder Behandlung verstanden werden. Das Getränk ist deutlich sauer und enthält je nach Tee auch Koffein; beides kann bei empfindlichem Magen problematisch sein. Wenn Sie Gastritis, Reflux, Magenschmerzen oder eine andere Verdauungserkrankung haben, sprechen Sie vor dem Verzehr mit Ihrem Arzt. Das gilt besonders, wenn Sie Medikamente einnehmen oder gerade eine Therapie durchführen.

Ist Kombucha für Schwangere geeignet?

Für Schwangerschaft und Stillzeit lässt sich keine pauschale Empfehlung geben. Selbst gemachter Kombucha ist ein lebendes, saures Fermentationsgetränk und kann je nach Ansatz Restzucker, Koffein und geringe Mengen Alkohol enthalten. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sprechen Sie vor der Aufnahme von Kombucha in Ihre Ernährung mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme. Das ist sicherer als allgemeine Mengenempfehlungen.

Enthält selbst gemachter Kombucha Alkohol?

Bei der Fermentation können geringe Mengen Alkohol entstehen, weil Hefen Zucker verarbeiten. Die Menge hängt von Zucker, Temperatur, Fermentationsdauer, Kultur und Zweitfermentation ab. Besonders in dicht verschlossenen Flaschen kann sich der Charakter des Getränks weiter verändern. Für Kinder, Schwangere, Stillende, abstinent lebende Personen oder Menschen mit Lebererkrankungen ist deshalb eine vorsichtige Einordnung sinnvoll.

Kann man Kombucha selber machen ohne Zucker?

Nicht sinnvoll im eigentlichen Ansatz. Die Kultur braucht Zucker als Nahrung; ohne Zucker läuft die Fermentation nicht stabil. Kefiralia empfiehlt 40 g Zucker pro Liter Tee, wobei die Süße während der Fermentation abnimmt. Wer weniger süßen Kombucha möchte, lässt ihn länger reifen oder nutzt eine zurückhaltende Zweitfermentation. Bei Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen sollte die Entscheidung individuell mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden.

Welcher Tee eignet sich am besten für Kombucha?

Schwarzer Tee und grüner Tee sind für den Einstieg am zuverlässigsten. Oolong eignet sich ebenfalls gut. Weißer oder roter Tee kann funktionieren, sollte aber am Anfang besser mit schwarzem oder grünem Tee kombiniert werden. Reine Kräuter- oder Früchtetees, stark aromatisierte Mischungen und Tees mit vielen ätherischen Ölen gehören nicht in den Mutteransatz. Für Aromen ist die Zweitfermentation der bessere Zeitpunkt.

Kann man einen SCOBY selber machen?

Ein SCOBY kann sich aus aktivem, nicht erhitztem und ausreichend saurem Kombucha neu bilden. Das dauert länger als der Start mit einer vorhandenen Kultur und ist weniger planbar. Fertig abgefüllte Getränke sind nur geeignet, wenn sie wirklich lebende Mikroorganismen enthalten und nicht stabilisiert oder stark aromatisiert wurden. Für den ersten sicheren Ansatz ist ein SCOBY mit Starterflüssigkeit meist die einfachere Lösung.

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